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Zeitungsberichte
(Gießener Anzeiger)
"Noch gähnende Leere im Apfelannahmecontainer" v. 24.09.09 finden Sie hier
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Pflanzaktion
(11.11.08) Was muss man alles beachten, wenn man einen Baum pflanzen will? Was ist im Vorfeld zu entscheiden? Wie groß wird der Baum werden? Wie groß muss das Pflanzloch sein, was ist bei der Pflanztiefe zu beachten? Wie schützt man den jungen Baum beispielsweise gegen Mäuse? Wo wird der Stützpfahl gesetzt und vor oder nach dem Baumpflanzen?
Der Obst- und Gartenbauverein Londorf lädt ein zu einem Baumpflanznachmittag auf sein Grundstück unterhalb der Bahnschienen, dorthin, wo die neue Gerätehalle des Vereins steht. Dort werden Hoch- und Halbstamm-Obstbäume gesetzt. Als Termin steht Samstag, der 22.11.08 fest, los geht’s um 14.00 Uhr. Eingeladen sind alle Mitglieder, alle interessierte Bürger und Freunde des Vereins. In Theorie und Praxis werden an diesem Nachmittag Tipps und Kniffe vermittelt und wer will, kann selbst Hand anlegen. Vorsitzender Günter Kronenberg verbindet mit dieser Aktion auch die Hoffnung, dass so vielleicht der Eine oder Andere zum Pflanzen eines Obstbaums auf seinem eigenen Grundstück angeregt wird, denn die Zahl der Obstbäume ist seit Jahren rückläufig. Natürlich wird an diesem Nachmittag auch Zeit für über das Thema herausgehende Fragen und Anregungen sein. Der OGV bietet unter anderem selbst hergestellte Getränke an und auch der Grill wird in Betrieb genommen.

Tolles Ergebnis bei der Apfelannahmeaktion
Über 150 Tonnen Äpfel – diese große Menge nahmen die Mitglieder des OGV Londorf für das hessische Unternehmen Possmann in den vergangenen Wochen entgegen. Elf Termine wurden bekanntgegeben, nach dem Michaelismarkt wurde für fast sechs Wochen lang zentnerweise Äpfel gewogen und in die Container verbracht.
In Londorf stand die nördlichste Annahmestelle des Frankfurter Unternehmens, bei dem in diesem Jahr rund 21000 Tonnen Äpfel verarbeitet werden: Das ist der höchste Wert seit 1988. Das Unternehmen lobte die unproblematische Abwicklung mit dem OGV und freute sich über qualitativ gute Ware mit hohem Säureanteil.
Im Jahr 2007 startete der OGV Londorf einen ersten Versuch als Apfel-Annahmestelle, jedoch war die Apfel-Ernte damals so gering gewesen, dass nur ca. 2 Tonnen angeliefert wurden. Ganz anders in diesem Jahr: Die Bäume hingen brechend voll und die Menschen sammelten. So kamen an die Annahmestelle nicht nur Anlieferer aus der Rabenau sondern auch weit darüber hinaus, zumal einige andere Annahmestellen frühzeitig ihre Tore wegen Überfüllung geschlossen hatten, wie berichtet wurde.
„Das Obst wird heute wieder verwertet und kommt nicht zu“, sagte der Vorsitzende des OGV Günter Kronenberg. Dabei erntet man nicht nur diese Bio-Produkte sondern betreibt auch vorbeugende Schädlingsbekämpfung, denn das sonst auf den Böden oder noch in den Ästen faulende Obst bietet Schädlingen Überwinterungsmöglichkeiten. Durch die Ernte wird also die Zahl der Schädlinge reduziert und man hat bessere Aussichten auf gesunde Bäume und Ernte im kommenden Jahr.
Viele Familien ernteten gemeinsam mit ihren Kindern und brachten ihnen so die Natur ein Stück näher; auch beim Abgeben bei der Sammelstelle waren stets Kinder dabei, und die staunten nicht schlecht über die viele Äpfel, die zusammen kamen.
Frischer Saft wurde probiert und die Erwachsenen tauschten Rezepte aus. So wurden auch in diesem Jahr wieder viele Produkte selbst hergestellt: Saft, Gelee und Apfelkuchen als Beispiel. Aber nachdem die Gläser, Flaschen und Gefriertruhen voll waren, wurde das Obst abgegeben.
Viele Äpfel kamen von Streuobstwiesen, und die stehen als Biotope unter besonderen Schutz und leisten vieles für die Umwelt. In früheren Jahren umgaben Streuobstwiesen ganze Orte und nahmen so Einfluss auf das Klima, die Temperatur und Luftfeuchte in den Dörfern. Kronenberg wies auf die Filterleistung der Bäume hin, die Schadstoffe aus der Luft holen.
Während der Annahmezeiten wurden sogar Freundschaften geschlossen, man half sich gegenseitig und mancher Erfahrungen wurden ausgetauscht. Die Gießener Jugendwerkstatt war mehrere Male beim OGV, die Männer halfen stets den anderen und hatten auch mehrere Tonnen angeliefert. Jugendliche hatten fleißig gesammelt und auch für den Eigenbedarf Saft gepresst.
Interessant war auch, dass aus anderen Orten mehr Äpfel geliefert wurden als aus Londorf selbst. So lagen Anlieferer aus Saasen mit weit über 20 Tonnen deutlich über dem zweitplatzierten Londorf mit 17 Tonnen. „Die Lieferanten kamen aus nah und fern“, berichtete der Vorsitzende. Natürlich war diese Aktion auch eine gute Werbung für den Verein. „Wir haben Interessenten, die Mitglied im OGV werden wollen. Das freut uns natürlich sehr!“

Sonnenblumenaktion 2008
(Sept. 08) Am Michaelismarkt-Sonntag wurden die Kinder geehrt, die an der Sonnenblumen-Setzaktion beim Sommerfest des Obst- und Gartenbauvereins Londorf teilgenommen und eine Sonnenblume gezogen hatten. Bei sieben von 15 Kindern waren Vorstandsmitglieder vorab zum Messen gewesen, bei den anderen war der Samen nicht aufgegangen oder die Pflanze eingegangen. Gewonnen haben: Luisa Nowotny, Mike Söhngen, Alicia Schmidt und Lennard Lich, Elisabeth Schnecker, Annalena Meyer und Anne-Kathrin Pfeiff. Diese Kinder erhielten Gutscheine von Bürgermeister Kurt Hillgärtner überreicht. Wichtig ist es dem OGV, sagte der Vorsitzende Günter Kronenberg, dass Kinder sich mit Pflanzen auseinandersetzen. Daher wird es beim Sommerfest im kommenden Jahr wieder eine Aktion geben. Ob es dann allerdings Sonnenblumen oder Kürbisse oder etwas ganz anderes sein wird, muss man abwarten.

Luisa Nowotny, Mike Söhngen, Alicia Schmidt und Lennard Lich wurden für die erfolgreiche Teilnahme bei der Sonnenblumen-Aktion des OGV Londorf vom Vorsitzenden Günter Kronenberg und Bürgermeister Kurt Hillgärtner und Ortsdiener Arnin Brück geehrt.
Aussichten Ernte 2008

(Aug 08) Im vergangenen Jahr war es schlecht um die Apfelernte bestellt und viele der geernteten Äpfel waren nicht lange haltbar. Auch in diesem Jahr beobachten die Mitglieder der Obst- und Gartenbauvereine die Situation genau. Vorstandsmitglieder des OGV Londorf beispielsweise wiesen bereits vor einiger Zeit im Anzeiger auf die Notwendigkeit des Ausdünnens der Früchte hin. Auch das Abstützen der übervollen Äste ist wichtig.
Einige Bäume haben bereits aufgrund regionaler Trockenheit einen Teil der Früchte abgeworfen. Man sieht aber auch viele gefaulte Äpfel hängen.
Der Vorstand des OGV-Kreisverbands Gießen hielt seine Vorstandssitzung diese Woche in der Gerätehalle des OGV Londorf ab. Der Vorsitzende Rüdiger Baumgart gab dem Anzeiger einen fachlichen Rück- und Ausblick auf das Apfeljahr 2008.
Durch den recht langen Winter, so Baumgart, gab es kaum Schädlinge wie den Frostspanner. Während der Blüte war fast optimales Wetter und da es keinen Frost mehr gab, überstanden die Fruchtstände unbeschadet. Es flogen auch ausreichend Hummeln und Bienen und es waren keine längeren Trockenperioden zu beklagen. Insgesamt sieht es so aus, dass in diesem Jahr die Apfelernte gut ausfallen wird, sagte Baumgart.
Interessant: Seit einigen Jahren kann man Vögel beobachten, die Äpfel anpicken, weil sie keine Möglichkeiten mehr zum Trinken gefunden hatten, schlicht durstig waren. Die so angepickten Äpfel sind dann nicht mehr geschützt, Insekten nutzen die offenen Stellen, der Rest des Apfels verfault.
Ähnlich verhält es sich mit Hagelschäden an den Früchten. Durch die aufgekommenen Hagelkörner entstehen kleine Verletzungen an der Schale des Apfels und wenn diese vernarben, sehen die Früchte u. U. nicht mehr so schön aus. Größere offene Wunden werden von Insekten gerne genutzt, sie fressen sich ins Fruchtfleisch und das Obst verfault am Baum. Gewerbliche Obstbauern nutzen immer häufiger Hagelschutznetze, unter denen die Früchte unbeschadet einen Hagelschauer überstehen. Da das extreme Wetter weiterhin zunimmt, werden solche Maßnahmen immer öfters getroffen.

Manche Bäume versprechen eine gute Ernte, wenn auch in großer Höhe oft nur für die Vögel…
Aussichten 2008
(Juni 08) Die Bienen fehlen! Einige Mitglieder des Obst- und Gartenbauvereins Londorf (OGV) schlagen Alarm. Wenn es die Wildbienen und Hummeln nicht gäbe, die zum Blütebeginn fleißig arbeiten, wären die Ernteaussichten wesentlich verringert.
Über die derzeitige Situation und die Erwartungen im Bezug auf die Obsternte im laufenden Jahr gaben Vorstandsmitglieder des OGV Auskunft. Grundsätzlich wies Edwin Lich darauf hin, dass die Ernte wie üblich so auch in diesem Jahr stark sorten- und standortabhängig ist.
„Die Kirschen haben gut geblüht, aber der Behang könnte durchaus besser sein“, sagte Gartenwart Dieter Klein. Bei den Birnen wird mit einer geringeren Ernte als im vergangenen Jahr gerechnet. Bei den Äpfeln erwartet Lich eine gute Ernte. Aber die Zwetschgenernte dürfte in diesem Jahr, obwohl die Blüte gut war, erheblich schlechter sein als im vergangenen: man sieht kaum Früchte an den Zwetschgenbäumen. Die Pfirsichbäume im Lehr- und Mustergarten des Vereins tragen reiche Frucht, so dass die Fachmänner insgesamt mit einer eher guten Ernte für das Jahr 2008 rechnen. Manche Apfelbäume hängen bereits recht voll, die Äste biegen sich schon dem Boden entgegen. Der Junifall, der eine natürliche Auslese bewirkt und einen Teil der Früchte vom Baum fallen lässt, dürfte bereits geschehen sein, so dass bei übervollen Ästen oftmals ein beherztes Schütteln hilft, um die Anzahl der Früchte zu verringern. Weniger Früchte bedeutet für die verbleibenden, dass diese besser ernährt werden, größer und qualitativ besser werden. Lich sagte weiter, dass er den Eindruck habe, dass die Schädlinge in diesem Jahr bisher nicht so stark auftreten.
Die OGVler fordern dazu auf und möchten dazu ermutigen, den nützlichen Insekten Nist- und Unterschlupfmöglichkeiten zu schaffen, denn so kann jeder etwas für die Insektenwelt tun. Schilfrohrbündel als Beispiel oder Tontöpfe mit Stroh oder Holzwolle können gute Möglichkeiten bieten. Auch ein Stück Holz, in das man Löcher mit einem Durchmesser von drei bis acht Millimeter bis zum Anschlag des Bohrers bohrt, bieten Nützlingen gute Gelegenheiten zur Eiablage. Ein Insektenhotel mit verschiedenen Materialien für die unterschiedlichsten Nützlinge ist natürlich sinnvoll.
Sommerfest 2008

(Mai 08) Zum traditionellen Sommerfest hatte der Obst- und Gartenbauverein Londorf geladen. Zahlreiche Mitglieder und Freunde des OGV suchten am Sonntag das Vereinsgelände auf. Dort war auch für die Kinder u. a. die Rollenrutsche aufgebaut, eine Attraktion, die den Kleinsten – und nicht nur denen! – viel Spaß bereitet. Außerdem nahmen wieder ein Duzend Kinder an einer Aktion teil und setzten Sonnenblumenkerne in Töpfchen. Im Herbst wird dann nachgemessen und die größte Sonnenblume ausgezeichnet.
Für das leibliche Wohl war gut gesorgt und die Gesprächsthemen gingen von dem Obstbaumschnitt über die Schädlingsbekämpfung bis zu den alltäglichen Themen. Über die 1250-Jahrfeier Londorfs wurde auch gesprochen, denn der OGV wird in der Festwoche am 10. Juni um 17.00 Uhr einen Schnittlehrgang anbieten: Treffpunkt ist der Löschteich Richtung OHGV-Schutzhütte. Beim stehenden Festzug ist der Traditionsverein auch mit einem Stand vertreten und als Mitglied der Vereinsgemeinschaft Londorf in die Vorbereitungen für das Jubiläum eingebunden.
Jahreshauptversammlung 2008

V.l.n.r.: Erster Beigeordneter Andreas Hübl und Ortsvorsteher Ingo Lich ehrten die stv. Vors. Andrea Sommer für 10jährige Vorstandstätigkeit im OGV. Willi Franz wurde von Vors. Günter Kronenberg zum Ehrenmitglied ernannt.
(Gießener Anzeiger 03.03.08) Lobende Worte und viel Dank brachte der Vorsitzende des OGV Londorf Günter Kronenberg während der Jahreshauptversammlung in einem Nebenraum der Gaststätte „Zum Lumdatal“ zum Ausdruck, denn auch in 2007 wurde von den Mitgliedern und vom Vorstand viel bewegt und auf die Beine gestellt.
Zunächst berichtete er von vielen Veranstaltungen und auch Lehrgängen, die Mitglieder des OGV besucht haben. Aber auch das Sommerfest in und um die neue Gerätehalle rief er in das Gedächtnis, den Stand des OGV beim Michaelismarkt im September und die Mitorganisation an dem Fest im Burggarten beim Autofreien Sonntag. Der Tagesausflug mit der Jagdgenossenschaft nach Lauscha und die Herbstwanderung waren von den Mitgliedern gut angenommen worden. Die Installation einer Apfelannahmestelle für eine Kelterei war recht spät und daher nicht sonderlich erfolgreich. Im Jahr 2008 soll die Annahme deutlich früher beginnen.
An der Gerätehalle wurden auch wieder viele Arbeiten erledigt. So wurden auf der Terrasse Betonsteine gelegt. Für den neuen Zaun wurden Fichtenstangen geerntet und aufgeschnitten. Mitglieder gossen die Pfosten und setzten sie. Und andere schnitten die Hölzer zurecht, so dass die Leithölzer und Latten dann bereits an einer Seite des Grundstücks angebracht werden konnten. Es wurden viele Ernteaktionen durchgeführt und Saft gepresst. Alle die anderen Arbeiten im Mustergarten, der Streuobstwiese, in und um das Vereinsheim wurden erledigt.
Kronenberg berichtete von dem Vorhaben, in diesem Jahr mit den Stadtwerken Gießen einen Stromanschluss zur Gerätehalle legen zu lassen. Für die bereits gepflanzten Weinstöcke soll ein Rankgerüst gebaut werden.
Gartenwart Dieter Klein berichtete von den Arbeiten im Mustergarten im Jahr 2007. Die Ernte war trotz des doch recht unterschiedlichen Wetters recht gut: Es gab ordentlich Äpfel, Birnen und auch Pflaumen im Mustergarten, und dass obwohl die Bedingungen während der Blüte nicht optimal waren. Hohe Temperaturen und Trockenheit im April ließen mit einer nicht so guten Ernte rechnen. Klein wies auf die immer geringer werdende Zahl der Bienen hin, die natürlich auch zu weniger Befruchtung führen. „Dort wo in der näheren Umgebung Bienenvölker gestanden haben gab es auch Obst,“ sagte er.
Der Vogelwart Dr. Hans-Peter Walther berichtete über die Belegung der Nistkästen im vergangenen Jahr und davon, dass sie vorwiegend von Blau-, Kohlmeisen und Feldsperlinge besetzt waren. Generell, so Walther, war die Brut aber schlechter als in 2006. Die Eulenkästen waren leider leer geblieben und die Kleiberkästen wurden nicht angenommen. Eine naturkundliche Wanderung des OGV soll Interessierte im laufenden Jahr zum Rückhaltebecken nach Odenhausen führen. Ein Termin wird noch festgelegt. Walthers Projekte für 2008 sind das Anbringen der Schautafel Nähe Schutzhütte, die Kontrolle der Kauzrohre am Sportplatz und das Anbringen der Halbhöhlen für die Wasseramseln entlang der Lumda.
Gerätewart Edwin Lich berichtete von den Pflege- und Reparaturmaßnahmen an den Gerätschaften des Vereins. Ebenso bot er den Mitgliedern wieder an, Geräte wie z.B. den Vertikutierer beim Verein gegen geringe Gebühr auszuleihen.
Die stv. Vorsitzende Andrea Sommer berichtete von dem Schnittlehrgang im Juli und gab einen kurzen Einblick in die Gründe, die für den Sommerschnitt sprechen. Die Homepage des Vereins www.ogv-londorf.de wurde beworben und erläutert, dass aus dem Vorstand und den Reihen der Mitgliedern immer wieder schöne Bilder, Texte und Infos kommen, die in die Homepage gerne eingearbeitet werden. Natürlich sind die OGVler auch bei der 1250-Jahr-Feier Londorfs aktiv. Es wird einen einstündigen Schnittlehrgang am 10. Juni geben, der Neugier für die Thematik wecken soll. Außerdem ist der OGV gemeinsam mit der Jagdgenossenschaft beim stehenden Festzug mit einem Stand vertreten.
Während der Versammlung wurde Willi Franz vom Vorsitzenden Kronenberg zum Ehrenmitglied ernannt und die stv. Vorsitzende Andrea Sommer von Rabenaus Ersten Beigeordneten Andreas Hübl und Londorfs Ortsvorsteher Ingo Lich aufgrund zehn Jahren aktiver Vorstandsarbeit mit der bronzenen Ehrennadel der Gemeinde Rabenau ausgezeichnet.
Sonnenblumenaktion 2007
Nils
Während des Sommerfests des Londorfer Obst- und Gartenbauvereins im Juni hatten sich elf Kinder an einer Aktion beteiligt: Sie hatten auf dem Vereinsgelände Sonnenblumenkerne in Töpfe gesteckt und damit an einem Wettbewerb teilgenommen. Im Herbst sollte nachgeschaut werden, welche Sonnenblume die größte geworden war. Von den elf Kindern hatten neun mit den Kernen kein Glück, obwohl sie sich mit ihren Eltern wirklich Mühe gegeben und die Kerne in der Erde umsorgt hatten. Man hörte, dass ein Topf mit Kern sogar mit in den Urlaub genommen wurde, jedoch das alles nutzte nichts.
Nur bei zwei Kindern waren die Pflanzen gewachsen und hatten erhebliche Höhen erreicht. Der sechsjährige Nils Kraft und der achtjährige Felix Schomber, beide aus Londorf, waren nun sehr gespannt, wessen Sonnenblume die größte war. Am Sonntag wurden nachgemessen. Felix’ Sonnenblume maß 170 cm und Nils Pflanze hatte mit 253 cm fast einen Meter mehr Höhe. Natürlich gab es für die Mühe auch Preise: Der Erstplatzierte erhielt einen Kinogutschein und der Zweite ein Spiel überreicht. (23.10.07 Gießener Anzeiger)
Felix
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Einen „siamesischen“ Apfel präsentierte Wolfgang Sommerlad aus Kesselbach. Zwei Stiele und zwei Blüten vereinen sich in diesem Gebilde der Natur. Während im Regelfall der stärkere Apfel den anderen verdrängt hätte oder beide nebeneinander weiter gewachsen wären, sind hier zwei Äpfel zusammen gewachsen. „So etwas habe ich noch nicht gesehen,“ so Sommerlad, der auch als Obstbaufachwart im Obst- und Gartenbauverein Londorf schon die eine oder andere Kuriosität gesehen hat. (20.10.07, Gießener Anzeiger)
Interview zu den Ernteaussichten 2007

Bild: Roland Ehmig (li) und Günter Kronenberg bei einem Elstar-Spalier. Die Früchte haben in diesem Jahr eine schöne, intensive Farbe.
(19.09.07) Zum Meinungsaustausch trafen sich die Vorsitzenden des OGV Staufenberg-Treis, Roland Ehmig, und des OGV Rabenau-Londorf, Günter Kronenberg, im Lehr- und Mustergarten in Londorf. Sie gaben Auskunft zur Obsternte dieses Jahr. Beide sind im Kreisvorstand der Obst- und Gartenbauvereine, Ehmig ist Mitglied im Landesvorstand und dort zuständig für Öffentlichkeitsarbeit. Die Bäume im Mustergarten tragen unterschiedlich viel Obst: Während die einen nichts (mehr) tragen, hängen andere sehr voll.
Können Sie etwas zur Obsternte in diesem Jahr sagen? Wie waren die Auswirkungen des eher kühlen Sommers auf die Früchte?
Ehmig: Die Vegetation ist in diesem Jahr ca. drei bis vier Wochen früher als sonst. Die Früchte reiften viel früher. Insgesamt kann man sagen, dass es in diesem Jahr weniger Obst ernten wird als im vergangenen Jahr.
Kronenberg: Der April war sehr warm und das Wachstum verschob sich zeitlich nach vorne. Ich stimme zu, es wird weniger Obst geerntet werden dieses Jahr.
Mangelt es dem Obst die Süße, weil die Sonne gefehlt hat?
Ehmig: Nein! Die Früchte sind süß wie jedes Jahr.
Bei den Zwetschgen war auffällig, dass sie recht schnell am Baum verdörrten…
Kronenberg: Ich habe dieses Jahr die Beobachtung gemacht, dass an einem Baum viele Zwetschgen sehr schnell abfielen und die anderen sehr fest hingen, so dass man eher den Ast hätte abreißen können als die Zwetschge.
Ehmig: Dabei waren manche Sorten stark von Würmern befallen, andere gar nicht. Von den Hauszwetschgen hatten die Leute dieses Jahr nicht viel. Wenn bei den Pflaumen oder Zwetschgen das obere Drittel eintrocknet, während sie noch am Baum hängen, ist das eine Krankheit an den Früchten. Insgesamt war die Ernte nicht so gut wie im Jahr 2006.
Und nun speziell zu den Äpfeln: Wie wird die Ernte ausgefallen?
Kronenberg: Es ist mit einer sehr unterschiedlichen Ernte zu rechnen. Sorte, Standort und Region sind entscheidend. Manche Bäume haben bereits jetzt keine Äpfel mehr, andere hängen sehr voll. Allerdings faulen hier und da schon Äpfel am Baum.
Ehmig: Von Südhessen hört man, dass es auch dort weniger Obst gibt, und dass die Keltereien bereits nach Kelterobst suchen.
Und wie schaut es da aus mit der Haltbarkeit, den Lagereigenschaften der Äpfel?
Ehmig: Aufgrund der frühen Reife gehe ich von schlechten Lagereigenschaften aus. Im Mai dieses Jahres habe ich noch einen Lagerapfel, einen wohlschmeckenden Ontario, gegessen. Das wird man mit den Äpfeln dieses Jahres nicht erreichen.
Kronenberg: Die Äpfel faulen dieses Jahr schnell. Man wird bei den Gelagerten ständig aussortieren müssen. Die Zellstruktur ist witterungsbedingt anders aufgebaut.
Der OGV Londorf hat für die nächsten Wochen eine Apfelannahmestelle auf seinem Vereinsgelände an der neuen Gerätehalle eingerichtet und nimmt – auch um die wenigen Äpfel sinnvoll zu verwerten - mittwochs zwischen 17.30 bis 19.30 Uhr und samstags zwischen 15.00 und 18.00 Uhr Kelteräpfel entgegen.
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